Tomaten sind wohl eine der beliebtesten Gemüsesorten im heimischen Garten. Doch gerade diese Pflanzen müssen vor Regen und Kälte geschützt werden. Die Tomaten stammen aus Ländern mit überwiegend sonnigen, warmen und trockenen Klimazonen. Also eigentlich genau das Gegenteil von dem Wetter, das in Deutschland herrscht. Bauen Sie deshalb ein Gewächshaus für Tomaten, dort können Sie hervorragend reifen und viele Früchte entwickeln.

Sie können im Tomatenhaus ruhig mehrere Stauden einbringen und Sie können bereits im April oder Mai reife Tomaten ernten. Wie üppig die erste Ernte ausfällt, ist natürlich vom Wetter abhängig. Sie dürfen hier ein Gewächshaus aus Glas bauen oder auch eine Folie verwenden. Aber die verwendete Folie muss auf jeden Fall UV-Strahlen anhalten und lichtdurchlässig sein. Diese Folien bekommen Sie im Fachhandel, wo sie als „Tomatenhauben“ bekannt sind. Andere Pflanzen sollten Sie nicht hinzufügen, rotes Gemüse braucht deutlich weniger Wasser, als beispielsweise Gurken und anderes grünes Gemüse. Ein Gewächshaus für Tomaten ist wirklich wichtig, denn diese Pflanzen können leicht krank werden und von Braunfäule oder Krautfäule befallen werden. Sicher können Sie vorgefertigte Gewächshäuser für Ihre Tomaten kaufen, aber wenn es nicht so recht in den Garten passen will, müssen Sie eben selbst eines bauen. Aber das ist gar nicht so schwer, als passionierter Heimwerker schaffen Sie das spielend. Machen Sie sich vorher einen Plan und entscheiden Sie, wie das Tomatenhaus später einmal aussehen soll. Dann können Sie alle Handwerkszeuge und Materialien nach Hause holen und die Arbeit kann beginnen.

Eine Bauanleitung

Zunächst müssen Sie sich im Baumarkt das richtige Werkzeug besorgen. Sie brauchen:

Das Material besteht aus etlichen Vierkanthölzern, Dübeln, Holzleim, Nägel und aus Folie oder Glas. Dann fangen Sie mit der Arbeit an. Hier wird Ihnen ein Modell vorgestellt, das traditionelle Holzverbindungen bevorzugt. Das sieht besonders edel aus und Sie kommen ganz ohne Schrauben und Nägel aus. Das Tomatenhaus fügt sich in die Optik Ihres Gartens mühelos ein, wenn Sie eine gehobene Optik wünschen, dann sind traditionelle Holzverbindungen vorziehen, es lohnt sich. Hier hat das Gewächshaus eine Grundfläche von 160x88 cm, Sie können aber die Größe an Ihren Garten individuell anpassen. Die Rahmenhöhe des selbstgGreenhouse with tomato plantsebauten Gartenhauses beträgt in etwa 188 Zentimeter und die Dachhöhe ist mit 215 Zentimetern angesetzt. Die Höhe und die Breite der Vierkanthölzer beträgt 6 Zentimeter. Fangen Sie mit der Arbeit an, Ihr Tomatenhaus steht in wenigen Stunden.

Die Rahmen

Zuerst müssen Sie den oberen und unteren Rahmen für Ihr Gewächshaus bauen. Es entstehen zwei Rechtecke, die ungefähr eine Grundfläche von 1,4 Quadratmetern haben. Damit bietet das Gewächshaus genügend Platz für den Hobby-Gärtner. Bei einer Verbindung aus Schlitz und Zapfen werden aus den Enden der kurzen Teile mit einer Feinsäge Zapfen herausgeschnitten. In die Enden der langen Teile werden mit einem Stechbeitel Schlitze gestemmt. Aber nicht nur für die kurzen Seitenteile, sondern auch für die vier Eckpfosten. Der Eingang zu Ihrem Gewächshaus soll an der Längsseite liegen, also werden die beiden Rahmen nur an einer Seite mit dem Seitenpfosten verbunden. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich später der Eingang. Jedes lange Teil hat also vier bis fünf Schlitze. Bei den kurzen Teilen wird aus der Mitte die Überblattung gestemmt. Später wird hier der Dachpfosten befestigt. Damit die Verbindungen eine bündige Materialstärke aufweisen, muss das Material um die Hälfte abgetragen werden. Beim Zusammenfügen der Teile ist dann die Überblattung ebenso stark, wie die Holzteile.

Das Grundgerüst

Um das Grundgerüst herzustellen, müssen die beiden Rahmen mit den Eck- und Seitenpfosten zusammengesteckt und verleimt werden. Jetzt hat das entstehende Gewächshaus schon mal einen festen Stand. Der untere Rahmen wird also an der richtigen Stelle im Garten platziert. Darauf erfolgt dann die Montage. Bei der Konstruktion aus gesteckten Verbindungen werden zwei Holzteile eingesetzt, damit später das Dach hergestellt werden kann. Die Dachpfosten müssen dann bündig mit den Rahmenteilen abschließen. Der obere Teil der Dachpfosten ist in Form eines Satteldachs gearbeitet, sie können so die Dachsparren gut aufnehmen. Die Schmiege zeigt Ihnen das richtige Winkelmaß.

Dach und Verkleidung

Ist bei der Dachkonstruktion die Überblattung auf Gehrung geschnitten, sind Nägel und Schrauben völlig überflüssig. Allerdings kostet es viel Zeit und Mühe, um die Holzverbindungen herzustellen. Zuerst werden die sechs Dachsparren für eine Überblattung auf Gehrung gearbeitet. Für die Überblattung brauchen Sie keine weiteren Hilfsmittel als etwas Holzleim. Die Kontaktfläche der beiden Holzteile ist sehr groß und der Holzleim hält sie gut zusammen. Die Verbindung der Teile wird aber besonders sicher, wenn Sie Nägel oder Schrauben verwenden. Am besten sieht es natürlich aus, wenn durchgehende Dübel zum Einsatz kommen, die bündig an den Teilen abschließen und bei denen auch Zierelemente angebracht werden können. Die verbliebenen Enden der Dachsparren werden nun abgeschrägt und mit Löchern für die Dübel versehen. Hier ist es sehr nützlich die Schmiege einzusetzen, so können Sie den Winkel des Dachpfostens mühelos auf die Dachsparren übertragen. Jetzt müssen Sie die Position für die Runddübel auf dem Rahmen finden, hier empfehlen sich Dübelspitzen. Die werden in die Bohrlöcher der Dachsparren eingesetzt und sie hinterlassen eine Markierung, an der Sie die Dachsparren anbringen können. Alternativ können Sie sogenannte pocket holes verwenden, sie werden durch den Rahmen gebohrt und die Dachsparren erhalten „unsichtGewchshaus am Abendbare“ Schrauben. Die verwendeten Schrauben verschwinden vollständig im Holz. Nun muss noch die Folie angebracht werden, die natürlich UV-Strahlen abhalten muss und völlig lichtdurchlässig sein sollte. Legen Sie diese Folien einfach über die Holzbanken und mit ein paar kleinen Nägeln werden sie fixiert. Wenn Sie die ganze Sache etwas wetterfester machen wollen, dann können Sie das Holz vor der Verarbeitung bereits mit einer speziellen Lösung behandeln. Statt der Folie können Sie selbstverständlich auch Acryl-Glas, Glas oder Platten aus Kunststoff verwenden, nur muss das Material eben die gleichen Fähigkeiten aufweisen, wie die Folie. Wenn Sie sich an die traditionellen Holzverbindungen nicht herantrauen, können Sie selbstverständlich auch die etwas einfachere Variante mit Nägel und Schrauben bauen. Vielleicht haben Sie auch nicht die nötigen Werkzeuge, aber es lohnt sich diese anzuschaffen. Traditionelle Holzverbindungen sehen einfach schöner aus und geben Ihrem Garten das gewisse Etwas. Wenn Sie ein einfaches Modell mit Winkeln und Schrauben bauen wollen, benötigen Sie Metall-Winkel und reichlich Schrauben und Nägel. Die Bauteile sind nahezu gleich, aber es kann nicht schaden, die Balken durch ein paar Latten zu verstärken. Auch Zugseile verhindern, dass das Tomatenhaus umkippt oder von Wind weggeweht wird. Jetzt ist das Tomaten-Gewächshaus fertig und Ihre Pflanzen sind ausreichend geschützt. So haben Sie sicherlich viel Freude an Ihren Tomaten und eine reiche Ernte ist Ihnen gewiss. Sicher können Sie auch ein fertiges Gewächshaus für Ihre Tomaten kaufen, aber es macht einfach stolz, das Tomatenhaus selbst gebaut zu haben. Ob Sie das Haus letztendlich selbst gebaut oder gekauft haben, Sie sollten tagsüber ruhig die Tür offenlassen, damit Hummeln und Bienen an die Pflanzen kommen. Alternativ können Sie auch mit einer elektrischen Zahnbürste an den Blüten rütteln, denn alle Pollen werden aus den Blüten geschüttelt. Aber achten Sie darauf, dass die Bestäubung nur bis 30 Grad Celsius erfolgen kann, bei höheren Temperaturen verkleben die Pollen in den Blüten. Also immer Türen auf im Gewächshaus, Tomaten mögen es sonnig und nicht zu warm. Auch wenn es nicht ganz perfekt aussieht, die Nachbarn und die Familienmitglieder werden Sie und das Haus für die Tomaten bewundern. Also los geht’s, Ihr selbst gebautes Tomatenhaus erfüllt Sie mit Stolz und Freude.

Wie das Gewächshaus aussehen bzw. gebaut werden kann, erklärt Euch auch folgendes Video:

Bildquelle: Marina Lohrbach / www.fotolia.de